Große Preisunterschiede bei Eigentumswohnungen zwischen Österreichs Landeshauptstädten

St. Pölten ist am günstigsten, Innsbruck bleibt Spitzenreiter bei den Quadratmeterpreisen
von office@era.at – 10. Sep 2026

Die Preise für Eigentumswohnungen unterscheiden sich in Österreichs Landeshauptstädten weiterhin erheblich. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Raiffeisen Immobilien, die die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für neue und gebrauchte Wohnungen im ersten Halbjahr 2026 untersucht hat.

Am günstigsten ist Wohnungseigentum derzeit in St. Pölten. Dahinter folgen Eisenstadt, Graz und Klagenfurt. Das höchste Preisniveau weist Innsbruck auf, gefolgt von Wien, Salzburg und Bregenz. Linz liegt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 4.200 Euro im Mittelfeld.

Grundlage der Auswertung sind durchschnittliche Kaufpreise für Wohnungen zwischen Jänner und Juni 2026. Je nach Lage, Baujahr, Zustand und Ausstattung können die tatsächlichen Preise einzelner Immobilien allerdings deutlich von diesen Durchschnittswerten abweichen.

Mit durchschnittlich rund 2.800 Euro pro Quadratmeter ist St. Pölten aktuell die günstigste Landeshauptstadt Österreichs. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten dort je nach Lage, Größe und Ausstattung etwa 1.700 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. Bei Neubauwohnungen liegt das Preisniveau bei rund 3.800 bis 4.200 Euro.

Auch Eisenstadt zählt mit durchschnittlich etwa 3.400 Euro pro Quadratmeter zu den günstigeren Städten. Dahinter folgen Graz mit rund 3.600 Euro und Klagenfurt mit etwa 3.900 Euro pro Quadratmeter.

In Linz beträgt der durchschnittliche Kaufpreis rund 4.200 Euro pro Quadratmeter. Deutlich zeigt sich dabei der Unterschied zwischen neuen und gebrauchten Wohnungen. Während Neubauobjekte im Schnitt rund 5.500 Euro pro Quadratmeter kosten, liegt der Preis für gebrauchte Eigentumswohnungen bei etwa 3.800 Euro.

Im oberen Preissegment liegen Salzburg, Wien und Bregenz. In Salzburg und Wien werden durchschnittlich rund 5.500 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Bregenz etwa 5.200 Euro.

Besonders groß ist der Unterschied zwischen Neubau und Bestand in Salzburg. Neue Wohnungen kosten dort laut Raiffeisen Immobilien rund 8.000 bis 8.500 Euro pro Quadratmeter, während gebrauchte Objekte bei etwa 5.000 bis 5.500 Euro liegen.

Auch in Wien zeigt sich eine deutliche Differenz. Für neue Bauträgerwohnungen werden durchschnittlich rund 7.200 Euro pro Quadratmeter veranschlagt. Gebrauchte Eigentumswohnungen liegen mit etwa 4.400 Euro deutlich darunter.

In Bregenz kosten Neubauwohnungen derzeit rund 7.500 Euro pro Quadratmeter. Bei gebrauchten Wohnungen bewegt sich die Bandbreite abhängig von Lage, Baujahr, Zustand und Ausstattung zwischen rund 3.500 und 5.700 Euro.

Das höchste Preisniveau weist weiterhin Innsbruck auf. Mit durchschnittlich rund 6.400 Euro pro Quadratmeter bleibt die Tiroler Landeshauptstadt auch 2026 die teuerste Stadt im Vergleich.

Vor allem bei Neubauwohnungen ist die Preisspanne groß. In guten Lagen werden rund 7.000 bis 9.000 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Toplagen können die Preise bis auf etwa 12.000 Euro steigen. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten in normalen bis mittleren Lagen rund 5.500 bis 7.000 Euro pro Quadratmeter, in guten Lagen etwa 7.000 bis 8.000 Euro.

Peter Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich, erklärt, die Analyse verdeutliche die großen Unterschiede zwischen den Wohnungsmärkten der einzelnen Landeshauptstädte. Während Käufer in St. Pölten oder Eisenstadt vergleichsweise niedrige Einstiegspreise vorfinden, würden sich in Städten wie Innsbruck oder Salzburg insbesondere das knappe Angebot, hohe Grundstückskosten und attraktive Lagen auf das Preisniveau auswirken. Gleichzeitig müsse innerhalb der Städte zwischen Neubau und Bestand sowie den jeweiligen Lagen unterschieden werden. Durchschnittswerte könnten daher vor allem als erste Orientierung dienen.