Die UBM Development AG hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Erholungskurs fortgesetzt. Sowohl vor als auch nach Steuern weist der Immobilienentwickler wieder ein positives Ergebnis aus. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verbesserte sich das Ergebnis um mehr als 13 Mio. Euro.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgten insbesondere die Wohnungsverkäufe, die sich weiterhin auf dem hohen Niveau des Rekordhalbjahres 2025 bewegten. Der Umsatz stieg dadurch um mehr als 36 Prozent auf 81,2 Mio. Euro.
Auch die Bilanzkennzahlen entwickelten sich positiv. Mit einer Eigenkapitalquote von 36,6 Prozent liegt UBM über dem eigenen Zielkorridor von 30 bis 35 Prozent. Gleichzeitig sank die Nettoverschuldung auf rund 475 Mio. Euro und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 31. März 2022.
UBM-CEO Thomas G. Winkler sieht die eingeleitete Trendwende damit inzwischen auch deutlich in den Unternehmenszahlen bestätigt. Das erste Halbjahr zeige aus seiner Sicht, dass der eingeschlagene Kurs Wirkung entfalte.
Pilotprojekt für Bezahlbares Wohnen in Wien
Einen strategischen Schwerpunkt setzt UBM künftig auf das Segment Bezahlbares Wohnen. Dabei soll ein hoher Grad an industrieller Vorfertigung die klassische Bauweise ergänzen und insbesondere die Bauzeit reduzieren. Das Unternehmen rechnet mit einer Verkürzung der Bauzeit um rund 30 Prozent.
Das erste Pilotprojekt entsteht in der Viktor-Kaplan-Straße in Wien und umfasst 92 Wohneinheiten. Durch den Einsatz einer Wärmepumpe sowie eines Balkonkraftwerks für jede Wohnung sollen die laufenden Betriebskosten auf weniger als zwei Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche gesenkt werden.
UBM sieht für derartige Projekte ein attraktives Marktumfeld. Für Wien wird 2026 mit weniger als 2.300 fertiggestellten freifinanzierten Wohnungen gerechnet. Gleichzeitig steigt nach Einschätzung des Unternehmens die Nachfrage nach frei finanzierten Mietwohnungen deutlich.
Mehr als 20 Mio. Euro Liquidität durch Verkäufe
Zur Finanzierung des weiteren Ausbaus im Bereich Bezahlbares Wohnen treibt UBM gleichzeitig den Verkauf von Bestandsobjekten und nicht strategischen Vermögenswerten voran.
Seit der Ankündigung des Portfolio-Rebalancings im ersten Quartal wurden bereits mehrere Assets zum beziehungsweise über dem Buchwert veräußert. Dazu zählt ein Paket an Bestandrechten im Großraum Wien mit einem Verkaufspreis von rund 34,8 Mio. Euro. Darüber hinaus wurde eine nicht strategische Liegenschaft in der Steiermark für 10 Mio. Euro verkauft.
Allein durch diese beiden Transaktionen werden nach Angaben des Unternehmens mehr als 20 Mio. Euro an zusätzlichen liquiden Mitteln freigesetzt.
Fokus bleibt auf Portfolio-Rebalancing und Wohnbau
Für die kommenden Jahre geht UBM weiterhin von einer Verknappung des Wohnungsangebots aus. Grund dafür seien die niedrigen Bewilligungs- und Fertigstellungszahlen. Insbesondere im Segment Bezahlbares Wohnen erwartet das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage.
Der operative Schwerpunkt der kommenden Quartale bleibt daher auf dem Portfolio-Rebalancing sowie auf dem Aufbau einer Projektpipeline für leistbaren Wohnraum.
Ergebnis nach Steuern dreht deutlich ins Plus
Im ersten Halbjahr erzielte UBM eine Gesamtleistung von 179,9 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 28,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von einem Verlust von 5,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025 auf einen Gewinn von 7,3 Mio. Euro. Auch das Ergebnis nach Steuern drehte deutlich ins Plus und erreichte 6,2 Mio. Euro, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch ein Verlust von 6,6 Mio. Euro angefallen war.
Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent auf 373,9 Mio. Euro. Gleichzeitig reduzierte sich die Nettoverschuldung um zehn Prozent auf 474,6 Mio. Euro.
Die liquiden Mittel gingen auf 84,4 Mio. Euro zurück. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere die Rückzahlung von Anleihen und Schuldscheindarlehen sowie die Reduktion weiterer Finanzverbindlichkeiten.
UBM Development zählt zu den führenden europäischen Entwicklern von Holzbauprojekten. Im Premiumsegment konzentriert sich das Unternehmen auf Metropolen wie Wien, München, Frankfurt und Prag. Zusätzlich baut UBM seine Aktivitäten im Bereich Bezahlbares Wohnen auch außerhalb der großen Ballungsräume aus. Das Unternehmen deckt Development-Leistungen von der Planung bis zur Vermarktung ab und ist im Prime Market der Wiener Börse gelistet.
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