Wohnbaufinanzierungen legen im ersten Halbjahr deutlich zu

Mehr Finanzierungen, hohe Nachfrage nach Fixzinsen und Fokus auf bestehende Immobilien
von office@era.at – 28. Jul 2026

Die Raiffeisen Bausparkasse verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine steigende Nachfrage nach Wohnraumfinanzierungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden zehn Prozent mehr Finanzierungen abgeschlossen. Das gesamte Finanzierungsvolumen erhöhte sich auf 418 Millionen Euro.

Angesichts hoher Lebenshaltungskosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten legen Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer zunehmend Wert auf langfristig kalkulierbare Belastungen. Besonders stark nachgefragt waren daher Finanzierungen mit fixem Zinssatz.

In den ersten sechs Monaten des Jahres entschieden sich 86 Prozent der Kundinnen und Kunden für eine Fixzinsbindung mit einer Laufzeit von mindestens sechs Jahren. Damit rückte die langfristige Planbarkeit der Rückzahlung verstärkt in den Mittelpunkt der Finanzierungsentscheidungen.

Raiffeisen-Bausparkasse-Geschäftsführer Christian Vallant wertet das gestiegene Interesse als Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Zuversicht in Österreich langsam zurückkehre. Fixzinsen würden den Kundinnen und Kunden in bewegten Zeiten Sicherheit bieten und dazu beitragen, Wohneigentum wieder besser planbar zu machen.

Ein Großteil der vergebenen Finanzierungsmittel floss erneut in bestehende Gebäude. Knapp drei Viertel des Finanzierungsvolumens wurden für den Kauf, die Renovierung, die Modernisierung oder den Umbau bereits vorhandener Immobilien eingesetzt. Der Anteil blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Zahlen zeigen, dass neuer Wohnraum in Österreich zunehmend durch die Weiterentwicklung des Gebäudebestands entsteht. Neben klassischen Sanierungen spielen dabei auch Umnutzungen, Revitalisierungen und Nachverdichtungen eine wichtige Rolle.

Vallant zufolge würden immer mehr Menschen das Potenzial bestehender Gebäude für die Verwirklichung ihrer Wohnwünsche erkennen. Durch die Sanierung und Umnutzung vorhandener Immobilien könne zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, ohne weitere Flächen versiegeln zu müssen.

Auch für die Erreichung der österreichischen Klimaziele ist der Gebäudebestand von großer Bedeutung. Gebäude verursachen rund 30 Prozent der heimischen CO₂-Emissionen. Energetische Sanierungen und Modernisierungen können daher einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs leisten.

Im ersten Halbjahr 2026 vergab die Raiffeisen Bausparkasse zehn Prozent mehr Finanzierungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Finanzierungsvolumen belief sich auf insgesamt 418 Millionen Euro.

86 Prozent der Kundinnen und Kunden entschieden sich für eine Fixzinsfinanzierung mit einer Laufzeit von mindestens sechs Jahren. Knapp 75 Prozent der Finanzierungsmittel wurden für den Erwerb, die Renovierung, die Modernisierung oder den Umbau bestehender Immobilien verwendet.