Der aktuelle Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank rückt die Leistbarkeit von Wohnkrediten erneut stärker in den Mittelpunkt. Für viele Kreditnehmer stellt sich die Frage, welche monatliche Belastung langfristig tragbar bleibt.
„Gerade bei knapp kalkulierten Finanzierungen können bereits kleinere Zinsunterschiede die monatliche Rate spürbar verändern“, erklärt Pablo Viveros, Finanzierungsexperte und designierter Geschäftsführer von Infina. Ein höheres Zinsniveau bedeute jedoch nicht automatisch, dass der Traum vom Eigenheim nicht mehr finanzierbar sei.
Entscheidend sei vielmehr, unterschiedliche Angebote miteinander zu vergleichen. Denn Banken bewerten Finanzierungen keineswegs einheitlich. Unterschiede gibt es unter anderem bei den erforderlichen Eigenmitteln, beim Verschuldungsgrad, bei internen Kalkulationszinssätzen und bei möglichen Ausnahmeregelungen.
„Es gibt nicht die eine Bank, die für jede Finanzierung am besten geeignet ist“, so Viveros. Je nach persönlicher Situation könnten sowohl regionale Institute als auch überregional tätige Banken attraktive Lösungen anbieten.
Ein breiter Vergleich des österreichischen Bankenmarkts könne daher gerade in einem höheren Zinsumfeld helfen, bessere Konditionen oder passendere Finanzierungsmodelle zu finden.
Auch das Angebot am Kreditmarkt habe sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Neue Finanzierungsmodelle und flexiblere Produktlösungen ermöglichten es zunehmend, Kredite stärker an die individuelle Lebens- und Einkommenssituation anzupassen. Infina arbeitet dabei nach eigenen Angaben mit mehr als 150 Partnerbanken zusammen.