Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihren Report 2026/14 zu Zahlungsmitteln veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht eine 2025 durchgeführte Studie zur Nutzung verschiedener Zahlungsmittel sowie zur Einstellung privater Haushalte in Österreich gegenüber Bargeld, Karten und digitalen Bezahlformen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Obwohl digitale Zahlungsmethoden zunehmend an Bedeutung gewinnen, bleibt Bargeld für viele Menschen in Österreich ein wesentliches Zahlungsmittel. Zwar nimmt die Verwendung von Bargeld im stationären Handel langsam ab, dennoch wird weiterhin mehr als jede zweite Zahlung vor Ort bar abgewickelt. Konkret entfallen 55 % aller Transaktionen und 45 % des Umsatzes auf Bargeld.
Gleichzeitig wächst die Bedeutung digitaler Zahlungsformen, besonders im Online-Handel. Dort zählen Karten mit einem Anteil von 35 % sowie digitale Geldbörsen und Internetbezahlverfahren mit 30 % zu den am häufigsten genutzten Zahlungsmitteln.
Ein zentrales Anliegen der Bevölkerung bleibt die freie Wahl zwischen Bargeld und digitalen Zahlungsmitteln. Dazu könnte künftig auch der digitale Euro zählen. Zudem gaben 88 % der Befragten an, Bargeld über einen Bankomaten zu beziehen. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung der OeNB-Initiative, Geldausgabegeräte insbesondere im ländlichen Raum bereitzustellen und damit den Zugang zu Bargeld langfristig zu sichern.