Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Österreich ist zu Beginn des Jahres 2026 leicht zurückgegangen. Nach vorläufigen Angaben von Statistik Austria wurden im Zeitraum von Jänner bis März 1.741 Insolvenzen registriert. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht das einem Minus von 2,5 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich auch die Zahl der Registrierungen rechtlicher Einheiten um 7,5 Prozent auf 18.021.
Die meisten Insolvenzen entfielen auf den Bereich Finanzdienstleistungen und sonstige Dienstleistungen. Dort wurden 481 Fälle verzeichnet. Es folgten die Baubranche mit 308 Insolvenzen, der Handel mit 280 Fällen sowie Beherbergung und Gastronomie mit 254 Fällen. Deutlich weniger Insolvenzen gab es hingegen in den Bereichen Information und Kommunikation sowie in der Sachgütererzeugung.
Manuela Lenk von Statistik Austria erklärte sinngemäß, dass die Zahl der Firmenpleiten trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage zu Jahresbeginn 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen sei. Besonders betroffen seien weiterhin der Dienstleistungsbereich, der Bau und der Handel.
Im Bau stieg die Zahl der Insolvenzen gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 5,1 Prozent. In der Beherbergung und Gastronomie fiel der Anstieg mit 15,5 Prozent noch deutlicher aus. Rückgänge wurden hingegen unter anderem im Handel sowie im Bereich Finanzdienstleistungen und sonstige Dienstleistungen verzeichnet.
Bei den Registrierungen rechtlicher Einheiten lag ebenfalls der Bereich Finanzdienstleistungen und sonstige Dienstleistungen an erster Stelle. Dort wurden 5.655 Registrierungen gezählt. Dahinter folgten persönliche Dienstleistungen mit 3.486 Registrierungen und der Handel mit 3.326 Fällen.
Statistik Austria weist darauf hin, dass Registrierungen rechtlicher Einheiten nicht automatisch mit Unternehmensgründungen gleichzusetzen seien. Vielmehr handle es sich zunächst um einen Schritt innerhalb eines Verwaltungsverfahrens. Dennoch gelten diese Zahlen als wichtiger Frühindikator für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.