Österreichs Immobilien-Investmentmarkt bleibt stabil

Linz gewinnt deutlich an Bedeutung
von office@era.at – 21. Apr 2026

Der österreichische Immobilien-Investmentmarkt ist solide in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal wurde ein Transaktionsvolumen von rund 548 Millionen Euro erzielt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Anstieg von etwa 10 Prozent.

Besonders gefragt waren Einzelhandels- und Hotelimmobilien. Gemeinsam entfielen auf diese beiden Assetklassen rund 65 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens. Bei Wohninvestments zeigte sich hingegen eine spürbare Beruhigung. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Deinvestmentstrategie großer österreichischer Immobilienfonds an Dynamik verliert. Wie sich der Markt ohne diese in den vergangenen Jahren prägenden Transaktionen weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Auffällig war zudem die stärkere Aktivität internationaler Käufer. Sie verantworteten im ersten Quartal 64 Prozent des Gesamtvolumens und stellten damit erstmals seit drei Jahren wieder die Mehrheit des investierten Kapitals. Gleichzeitig stieg der Anteil institutioneller Investoren auf 59 Prozent, während private Investoren mit 35 Prozent eine geringere Rolle spielten.

Der Investmentstandort Linz konnte seine Relevanz für den österreichischen Markt deutlich unterstreichen. Mit fünf Transaktionen innerhalb eines Quartals entfielen rund 25 Prozent des nationalen Transaktionsvolumens auf die oberösterreichische Landeshauptstadt. Besonders hervorzuheben ist das generalsanierte Fachmarktzentrum Pro Linz, das von ZDR Investments erworben wurde und die zweitgrößte Transaktion des Quartals darstellt. Darüber hinaus stießen zwei Büroobjekte mit Mietern aus der Technologiebranche auf großes Interesse bei Investoren.

Auch in Wien wurden bedeutende Abschlüsse verzeichnet. Die deutsche DEKA erwarb das 5-Sterne-Hotel Andaz am Belvedere für mehr als 90 Millionen Euro. Mit dem Verkauf der Kärntner Straße 16 fand zudem erneut eine Transaktion einer Einzelhandelsimmobilie in Wiener Premiumlage statt.

Die Preisindikatoren zeigen weiterhin ein attraktives Marktumfeld. Ein langfristiger Vergleich der Kapitalwerte erstklassiger Büroobjekte verdeutlicht, dass sich diese trotz steigender Marktmieten und leicht gesunkener Marktrenditen weiterhin auf dem Niveau von 2013 bewegen. Zum Jahresauftakt blieben die Renditen über alle Assetklassen hinweg stabil.