Preissprung bei Immobilien in Österreichs Skigebieten

Bis zu 59 % teurer als 2020 – Kitzbühel bleibt Spitzenreiter
von office@era.at – 21. Jan 2026

Immobilien in Österreichs beliebten Skiregionen sind längst nicht mehr nur Zweitwohnsitze für Wintersportfans, sondern zunehmend ein hochpreisiges Anlagegut. Eine aktuelle Preisanalyse von Sprengnetter für ImmoScout24.at zeigt: Seit 2020 sind die Preise in allen untersuchten Skigebieten deutlich gestiegen – bei Bestandsobjekten ebenso wie im Neubau. Grundlage der Auswertung sind modellierte Werte für ein Beispielhaus (125 m²) und eine Beispielwohnung (75 m²) mit durchschnittlicher Ausstattung in 17 bekannten Wintersportregionen, wobei sowohl Angebotspreise als auch tatsächliche Transaktionspreise in das Modell einfließen.

An der Spitze liegt weiterhin Kitzbühel. In der Region kostet ein Bestandshaus 2025 im Mittel rund 995.800 Euro, ein Neubauhaus etwa 1.353.800 Euro – ein Plus von bis zu 43 % gegenüber 2020. Direkt im Nobelskiort Kitzbühel bewegt sich ein Neubauhaus bereits in der Millionenklasse (rund 1.999.800 Euro), ähnlich hoch liegt Kirchberg in Tirol. Deutlich günstiger ist der Einstieg in Mittersill möglich, das ebenfalls zum Skigebiet Kitzbühel zählt.

Auch andere Regionen haben stark aufgeholt: Saalbach-Hinterglemm ist klar in die Hochpreisliga vorgestoßen (Bestandshäuser im Schnitt 786.400 Euro, Neubau rund 1.061.000 Euro). In der Skiregion Brixental – Wilder Kaiser liegen Bestandshäuser bei etwa 759.600 Euro, Neubauten bei rund 1.017.400 Euro.

Trotz des generellen Aufwärtstrends gibt es weiterhin vergleichsweise leistbare Skigebiete. Am unteren Ende liegt das Nassfeld (Bestandshaus ca. 279.200 Euro, Neubau ca. 410.600 Euro), knapp dahinter folgen Semmering und Katschberg. Auffällig ist dabei: Gerade bisher günstigere Regionen verzeichnen teils besonders hohe Zuwächse – am Nassfeld etwa stiegen die Preise seit 2020 um mehr als die Hälfte.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Eigentumswohnungen. Kitzbühel führt auch hier das Ranking an: Eine Bestandswohnung (75 m²) liegt 2025 im Mittel bei rund 429.200 Euro, Neubauwohnungen bei etwa 693.500 Euro. In Kitzbühel selbst kostet eine Neubauwohnung dieser Größe jedoch bereits über eine Million Euro, während Mittersill deutlich darunter liegt. In der Topgruppe befinden sich zudem Saalbach-Hinterglemm sowie Brixental – Wilder Kaiser; dahinter folgen Regionen wie Zillertal Arena, Sankt Anton, Sölden und Schladming.

Am günstigsten bleiben die Wohnungspreise in kleineren, weniger international geprägten Gebieten. Nassfeld, Semmering, Katschberg und Hinterstoder liegen im unteren Segment – allerdings ebenfalls mit starkem Preistempo seit 2020.

Datenbasis: Die Analyse (Stand Jänner 2026) basiert auf dem Sprengnetter-AVM (Automated Valuation Model), das Angebots- und Transaktionsdaten aus ganz Österreich kombiniert. Als Referenzobjekte dienen im Bestand ein Einfamilienhaus (Baujahr 1995, 125 m²) sowie eine Eigentumswohnung (75 m²); für Neubauobjekte wird Baujahr 2024 angesetzt.