Bereits beim Niederösterreichischen Baugipfel Ende 2025 im Landhaus St. Pölten – initiiert von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner – stellte ARGE-Landesobmann Christian Rädler die Leistungen der gemeinnützigen Bauträger zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes in Niederösterreich dar. Für 2026 setzt die ARGE Eigenheim Niederösterreich einen klaren Fokus: leistbares Wohnen durch konsequente Deregulierung.
Der Wohnbau ist – wie in ganz Österreich – auch in Niederösterreich deutlich rückläufig. Mit einem Minus von rund 23 Prozent bei den Fertigstellungen braucht es dringend neue Impulse. Der gemeinnützige Wohnbau bleibt dabei ein zentraler Konjunkturmotor und sichert leistbaren Wohnraum für tausende Menschen.
Um Bauen und Wohnen weiterhin leistbar zu halten, fordert die ARGE Eigenheim Niederösterreich spürbaren Bürokratieabbau und eine klare Eindämmung des Normenwildwuchses. Weniger Regulierung bedeutet schnellere Verfahren, geringere Kosten und dadurch mehr leistbaren Wohnraum. 2026 steht daher im Zeichen von Effizienz, Deregulierung und klaren Rahmenbedingungen für den Wohnbau in Niederösterreich.
Mit dem Sanierungsvereinfachungsgesetz, das am 1. März 2026 in Kraft tritt, wurden wesentliche Forderungen der ARGE Eigenheim Niederösterreich großteils erfüllt. Landesobmann Christian Rädler betont: „Die Unternehmen der Gemeinnützigkeit haben die Gelder sorgsam eingesetzt und sind gut aufgestellt. Mit unseren Forderungen haben wir wichtige Schritte in Richtung leistbares Bauen und in der Folge leistbaren Wohnraum erreicht.“ Es ist gelungen, Bewilligungspflichten deutlich zu reduzieren und damit Sanierungen wie auch Neubauten spürbar zu erleichtern.
Konkret heißt das unter anderem: Fenstertausch wird künftig bewilligungsfrei, Fassaden-Instandsetzungen sind nur mehr meldepflichtig. Thermische Sanierungen und weitere Maßnahmen laufen über vereinfachte Verfahren. Müll- und Fahrradabstellräume, Aufzüge und Dämmungen zählen bei Sanierungen nicht mehr zur verbauten Fläche. Bei Zu- und Dachausbauten reicht der bestehende Sicherheitsstandard.
In den vergangenen Jahren ist die Zahl technischer, baurechtlicher und planerischer Vorgaben massiv gewachsen. Jede zusätzliche Norm führt zu höheren Baukosten, mehr Planungsaufwand und längeren Verfahren – oft ohne spürbaren Mehrwert für Qualität oder Sicherheit. Aus Sicht der ARGE Eigenheim Niederösterreich braucht es daher eine umfassende Evaluierung sämtlicher Normen. „Man muss sich alle Normen im Detail ansehen und kritisch hinterfragen, was tatsächlich notwendig ist“, betont Rädler. Normen seien kein Selbstzweck: Sie müssten regelmäßig auf Sinnhaftigkeit, Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit überprüft und an heutige Anforderungen angepasst werden.
„Wir dürfen Fortschritte in der Deregulierung und beim Bürokratieabbau nicht durch Normenwildwuchs konterkarieren lassen“, appelliert Rädler an die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern. Abschließend hält er fest: „Wer leistbaren Wohnraum will, braucht klare Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie. Das Ziel ist preiswertes Bauen ohne Qualitätsverlust – einfach, effizient und effektiv. Rückschritte können wir uns in Zeiten wie diesen nicht leisten.“