Die Preise für Wohnimmobilien in Österreich blieben laut Statistik Austria im Jahr 2024 weitgehend stabil - sie sanken im Durchschnitt um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Während neue Wohnungen und Häuser um 2,7 Prozent teurer wurden, verbilligten sich bestehende Wohnungen um 1,5 Prozent - der zweite Rückgang in Folge.
Anstieg bei Transaktionen durch Zinssenkung
Dank der Leitzinssenkungen der EZB stieg die Zahl der Immobilienkäufe nach einem starken Rückgang im Jahr 2023 um 8,6 %. Besonders gefragt waren Bestandsimmobilien (+9 %), aber auch Neubauten wurden häufiger gekauft (+6,3 %).
Bestehende Immobilien: Preise sinken weiter
Bestehende Wohnungen verbilligten sich um 1,1%, vor allem in Wien (-2,6%) und Ostösterreich (-0,9%). Die Preise für bestehende Häuser sanken um 1,9%, am stärksten in Westösterreich (-3,1%).
Neubauten teurer - mit regionalen Unterschieden
Neue Wohnimmobilien verteuerten sich im Durchschnitt um 2,7%. Die größten Anstiege gab es in Ostösterreich (ohne Wien) mit +6,6%, während neue Wohnungen leicht billiger wurden (-0,9%).
Häuserpreise sinken in allen Bundesländern
Den stärksten Rückgang der Häuserpreise verzeichnete Salzburg mit -9,7%, gefolgt von Vorarlberg (-4,7%) und Wien (-3,8%). Am stabilsten blieben die Preise in Tirol (-0,2%).
Wohnungspreise entwickelten sich uneinheitlich
Kärnten lag mit einem Plus von 7,1% an der Spitze, während Wien (-1,2%) und die Steiermark (-0,7%) Rückgänge verzeichneten. In den Landeshauptstädten zeigte sich ein gemischtes Bild - Preisanstiege in Linz und Innsbruck, Preisrückgänge in Salzburg und Graz.
Österreich unter EU-Durchschnitt
Mit +0,7% lag der österreichische Häuserpreisindex unter dem EU-Durchschnitt (+3,8%). In Deutschland gingen die Preise leicht zurück (-0,7%), während Ungarn starke Anstiege verzeichnete (+13,4%).
Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum steigen
Der Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum stieg um 2,6 %, allerdings weniger stark als in den Vorjahren. Die Instandhaltungskosten stiegen um 4,1%, während sich der Erwerb neuer Immobilien um 1,6% verteuerte.