Nach einer Phase der Abkühlung in den Jahren 2023 und 2024 haben sich die Angebotspreise für Eigentumswohnungen 2025 wieder klar nach oben bewegt. Laut dem aktuellen willhaben-Eigentumspreisspiegel stiegen die Preise in rund 80 Prozent der untersuchten Bezirke. Dafür wurden mehr als 230.000 Inserate ausgewertet und mit den Werten aus dem Jahr 2024 verglichen.
Wie Judith Kössner, Leiterin des Immobilienbereichs bei willhaben, erläutert, zeige sich damit eine Rückkehr zu früheren Marktbewegungen. Während 2023 in mehr als der Hälfte der Bezirke noch sinkende Preise beobachtet worden seien, hätten 2025 wieder acht von zehn Regionen Preissteigerungen verzeichnet.
Für den aktuellen Eigentumspreisspiegel wurden Angebotsdaten aus 110 Bezirken analysiert. Besonders in Ballungsräumen sei ein erneuter Anstieg erkennbar. Kössner zufolge hätten sich alle Landeshauptstädte sowie nahezu alle Wiener Bezirke im Jahresvergleich preislich nach oben entwickelt.
Gegenläufig fiel die Entwicklung unter anderem in Oberwart, Tulln, Oberpullendorf, Leoben und Neunkirchen aus. Dort gingen die Angebotspreise teils deutlich zurück. Kössner weist jedoch darauf hin, dass starke prozentuelle Veränderungen in vielen Bezirken häufig Teil sogenannter Pendelbewegungen seien. Auf einen kräftigen Rückgang folge oft im darauffolgenden Jahr wieder ein spürbarer Anstieg oder umgekehrt. Ursachen dafür könnten unter anderem Veränderungen bei Angebot und Nachfrage, gezielte Stadtentwicklung oder regionale Infrastrukturprojekte sein.
An der Spitze der teuersten Bezirke pro Quadratmeter blieb 2025 vieles unverändert. Die Innere Stadt in Wien und Kitzbühel lagen erneut vorne. Auf Rang drei rückte Wien-Wieden vor, nachdem der Bezirk im Vorjahr noch Platz vier belegt hatte. Die Innere Stadt führte mit durchschnittlich 13.718 Euro pro Quadratmeter, während Kitzbühel mit 10.056 Euro erstmals ebenfalls die Marke von 10.000 Euro pro Quadratmeter überschritt. Dahinter folgten Wien-Wieden mit 8.618 Euro, Wien-Neubau mit 8.068 Euro und Wien-Döbling mit 7.974 Euro.
Die günstigsten Angebotspreise fanden sich 2025 vor allem in Teilen der Steiermark und des Burgenlands. Am niedrigsten lag der Durchschnitt im Bezirk Murtal mit 1.481 Euro pro Quadratmeter. Ebenfalls vergleichsweise günstig waren Lilienfeld mit 1.585 Euro, Güssing mit 1.649 Euro, Bruck-Mürzzuschlag mit 1.688 Euro und Leoben mit 1.779 Euro pro Quadratmeter.