Wohnungsmieten in Österreich steigen weiter

Laut Statistik Austria stiegen die Durchschnittsmieten im ersten Quartal 2026 auf 10,5 Euro pro Quadratmeter
von office@era.at – 23. Jun 2026

Die Wohnungsmieten in Österreich haben zu Jahresbeginn 2026 erneut angezogen. Nach Angaben von Statistik Austria betrug die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten im ersten Quartal 2026 rund 695,1 Euro pro Wohnung beziehungsweise 10,5 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 entspricht das einem Plus von 4,8 Prozent, gegenüber dem vierten Quartal 2025 einem Anstieg von 1,1 Prozent.

Die Auswertung basiert auf dem Mikrozensus Wohnen und bezieht sich hochgerechnet auf rund 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich. Nicht enthalten sind Heizungs- und Warmwasserkosten sowie Kosten für Garagen oder Autoabstellplätze; die gesetzliche Umsatzsteuer ist in den ausgewiesenen Beträgen berücksichtigt.

Nettomiete als Haupttreiber des Anstiegs

Der jüngste Zuwachs ist vor allem auf die Entwicklung der Nettomieten zurückzuführen. Diese lagen im ersten Quartal 2026 durchschnittlich bei 523,9 Euro pro Wohnung beziehungsweise 7,9 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet das einen Anstieg von 1,3 Prozent.

Die Betriebskosten blieben hingegen weitgehend stabil. Sie beliefen sich im Durchschnitt auf 174,3 Euro pro Wohnung beziehungsweise 2,6 Euro pro Quadratmeter.

Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, zufolge hätten die Wohnungsmieten zu Jahresbeginn 2026 erneut zugenommen. Die Durchschnittsmiete inklusive Betriebskosten habe im ersten Quartal 2026 bei 695,1 Euro pro Wohnung beziehungsweise 10,5 Euro pro Quadratmeter gelegen. Damit sei sie sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem vierten Quartal 2025 sei vor allem auf höhere Nettomieten zurückzuführen, während sich die Betriebskosten nur geringfügig verändert hätten.

Kontinuierlicher Anstieg seit Anfang 2025

Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Quartale zeigt eine anhaltende Aufwärtsbewegung. Im ersten Quartal 2025 lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten noch bei 663,8 Euro pro Wohnung. Danach stieg sie auf 673,2 Euro im zweiten Quartal 2025 und 674,4 Euro im dritten Quartal 2025. Im vierten Quartal 2025 erreichte sie 686,8 Euro, bevor sie im ersten Quartal 2026 auf 695,1 Euro kletterte.

Private Hauptmieten deutlich teurer als Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Mietsegmenten. Private Hauptmietwohnungen bildeten mit rund 825.600 Einheiten das größte Segment und wiesen im ersten Quartal 2026 die höchsten Durchschnittsmieten auf. In diesem Bereich lagen die Kosten inklusive Betriebskosten bei 816,7 Euro pro Wohnung beziehungsweise 12,5 Euro pro Quadratmeter.

Genossenschaftswohnungen kamen bei rund 720.400 Einheiten auf durchschnittlich 623,0 Euro pro Wohnung beziehungsweise 9,0 Euro pro Quadratmeter. Gemeindewohnungen lagen mit rund 271.000 Einheiten am niedrigsten. Hier betrug die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten 516,3 Euro pro Wohnung beziehungsweise 8,5 Euro pro Quadratmeter.

Die Betriebskosten bewegten sich über die Segmente hinweg auf einem ähnlichen Niveau. Sie reichten von 2,6 Euro pro Quadratmeter bei Genossenschaftswohnungen bis zu 2,8 Euro pro Quadratmeter bei Gemeindewohnungen.

Datenbasis: Mikrozensus Wohnen

Grundlage der Ergebnisse ist die Mikrozensus-Wohnungserhebung von Statistik Austria. Dabei handelt es sich um eine ganzjährig laufende Stichprobenerhebung in Privathaushalten. Pro Quartal werden rund 20.000 Haushaltsbefragungen ausgewertet.

Für die Berechnung der prozentualen Veränderungen verwendet Statistik Austria Wohnkosten mit drei Dezimalstellen als Ausgangswerte. Dadurch sollen die Kostenentwicklungen möglichst genau abgebildet werden.